Unabdingbare Grundlagen: Berühren, putzen, Hufe aufheben, führen, anbinden

Die Ausbildung unserer Pferde beginnt bereits im Fohlenalter mit ganz gewöhnlichen und doch äusserst wichtigen Grundlagen: Berühren, putzen, Hufe aufheben, führen, anbinden und Hufe ausschneiden.

In den ersten zwei bis drei Lebensjahren sollen unsere Jungpferde in der Geborgenheit der Herde aufwachsen. Eine gute Erziehung, Pflege und beste Fütterung schließt dies selbstverständlich nicht aus. Die gelegentliche Teilnahme von Jungpferden an Fohlen- und Zuchtschauen ist ein wichtiger Bestandteil der Grundausbildung und fördert die Entwicklung der Persönlichkeit eines Jungpferdes.

Im Alter von zwei bis drei Jahren nehmen wir jedes Jungpferd mit Zuchtpotential für kurze Zeit in die Ausbildung und testen die Eignung als Schaupferd. Nicht jedes gute und schöne Pferd hat auch automatisch Freude an der Präsentation (Selbstdarstellung) im Sinne einer Schau. Und so ergründen wir auf diesem Weg die Talente und fördern entsprechend veranlagte Junioren. Meist trainieren wir unsere Pferde für Zuchtschauen hier im Gestüt und stellen sie auf VZAP-Prämienschauen, Verbandshengstschauen oder ECAHO C-Schauen selbst vor. Ergänzend pflegen wir eine jahrelange Zusammenarbeit mit Mary Lang, Specifically Equine Training www.specifically-equine.com, und Andreas Birkenseer.


Grundausbildung: Gewöhnung an Sattel und Trense

Im Alter von dreieinhalb bis vier Jahren beginnen wir in der Regel, die Jungpferde schonend anzureiten. Vor dem Aufsitzen sind Bodenarbeit, Longe und Schautraining gute Grundlagen für die Konditionierung, Erziehung und Disziplin. Nach der reiterlichen Grundausbildung wird das Pferd vierjährig meist nochmals einige Monate auf die Weide geschickt. Stuten werden, sofern sie sich als Zuchtstute beweisen müssen, in dieser Zeit gedeckt. Diese Ruhe zwischendurch tut den jungen Pferden sehr gut und zahlt sich unter anderem durch bessere psychische Gesundheit und längere Lebensleistung aus.


Grundausbildung: erste Ausritte

Ins Gelände gehen wir nach der Grundausbildung in der Regel in Begleitung eines erfahrenen Pferdes. Wir selbst reiten seit ca. acht Jahren im Westernstil und bilden unsere Pferde auch in der Westernreitweise aus. Ebenso arbeiten wir auf Wunsch unserer Kunden mit renommierten Ausbildern der klassischen Reiterei zusammen.

Zur Standortbestimmung in der Zucht besuchen wir mit und ohne Pferde durchaus zwei bis drei Zuchtschauen pro Jahr. Mit einem Deckhengst oder einer schönen Stute, die man zeigen möchte, ist das obendrein eine willkommene und spaßige Abwechslung.


Schautraining mit Jungpferden und Fohlen erfordert viel Geduld - Foto: © E.Escher

Je nach Anzahl und Geschlecht der eigenen Fohlen werden auch Pensionsfohlen zur Aufzucht angenommen. Jährlich bieten wir zwischen zwei bis vier Verkaufspferde vom Absetzer bis zur Zuchtstute an.

 


Die ersten Erlebnisse mit Wasser

Dass jedes abgegebene Pferd altersentsprechend gut erzogen ist, versteht sich von selbst. Nur unter solchen Voraussetzungen ist gewährleistet, dass ein Pferd, wenn es das Gestüt verlässt, seinen Aufgaben gewachsen ist und seinem neuen Besitzer Freude bereitet.